Mittwoch, 29. April – Dienstag, 5. Mail 2026 Tel. 079 336 71 94 • 7220 Schiers info@simonbardill.ch • www.simonbardill.ch Unser Angebot • Holzbau • Zimmerei • Chaletbau • Rundholzarbeiten • Renovationen • Um- & Innenausbau • Treppenbau • Dachdeckerarbeiten • Parkettböden • Energetische Sanierungen 13 Hardliner sein, aber lasst uns das auch mit dem Bedürfnis ausbalancieren, unser Land zu führen‘, und den Hardlinern, denen das egal ist und die die- se apokalyptische Vision der Zukunft haben. Leider haben die Hardliner mit der apoka- lyptischen Vision der Zukunft in diesem Land die ultimative Macht… ! Weitere Verhand- lungen mit den USA hängen an einem dünnen Faden. Do- nald Trump lässt stattdessen die von den Revolutionsgar- den kontrollierte Strasse von Hormus durch seine See-Ar- mada vollständig abriegeln. Der US-Präsident sagt, er sei offen für Verhandlungen, wol- le sich aber nicht von den üb- lichen Spielen der Vertreter des Regimes täuschen lassen. Zugleich weist er auf die inter- nen Machtkämpfe hin: «Inner- halb ihrer ‚Führung‘ herrschen heftige interne Machtkämpfe und große Verwirrung. Nie- mand weiss, wer das Sagen hat – nicht einmal sie selbst.» 2 Hauptwirkungen scheint Trump mit der Blockade zu erzielen: Die Einnahmen des Regimes aus dem Export von Öl zu verhindern und gleich- zeitig die Förderfähigkeit zu gefährden, da dem Regime die Lagermöglichkeiten all- mählich ausgehen. Das Risiko nachhaltiger Schäden in der Förderfähigkeit ist sehr hoch. Der Profiteur des Exports von günstigem iranischen Öl, die Volksrepublik China, kommt durch die vollständige Bloc- kade mehr und mehr unter Druck. In Europa andererseits stehen bereits seit der Beset- zung der internationalen Was- serstrasse von Hormus durch die Revolutionsgarden erhöh- te Kraftstoffpreise zu Buche und lösen Ängste und hektische Reaktionen bei Politikern aus. Durchsetzung von Einheitlich- keit stehen sollten und nun sichtlich gespalten sind. Die roten Linien Sie setzen alles aufs Spiel Tasnim ist eine mit den Revo- lutionsgarden verbundene Nachrichtenagentur, die gerne im Westen zitiert wird. Sie steht der Ghalibaf-Fraktion nahe und hat soeben den 10-Punk- te-Verhandlungsrahmen von Modschtaba Khamenei ange- griffen, der Anfang April nach dem Krieg und Waffenstill- stand veröffentlicht wurde. Das ist nicht nur ein Vorschlag, es ist Modschtabas offiziell geneh- migter Rahmen für rote Linien bei jedem Deal mit Trump. Und Tasnim hat es offen kritisiert. Sie nannten die Forderungen als unrealistisch. Der 10-Punk- te-Plan umfasst u.a.: Vollständi- ge Aufhebung der Sanktionen, die Kontrolle über die Strasse von Hormus, Akzeptanz der Urananreicherung, regionale Waffenstillstände entlang der Achse des Widerstands und langfristige Garantien. Stunden später reagierten Anhänger, die mit dem bekannten Vertreter eines unnachgiebigen Kurses, Said Dschalili, verbunden sind, indem sie das Hauptquartier von Tasnim in Teheran mit Protest-Graffiti überzogen und eine interne Meinungsverschie- denheit in eine sichtbare Kon- frontation verwandelten. Das ist längst kein eingedämmter fraktionsinterner Streit mehr, sondern eine offene Ausein- andersetzung zwischen kon- kurrierenden Machtzentren innerhalb des Regimes. Und der Riss ist nicht nur politisch, sondern organisatorisch inner- halb der Garden, die für die Es gibt Menschen in Iran, die Wege finden, Nachrichten in den Westen zu schicken und die seit Ende Februar andauernde Internetblockade mühsam überwinden können. Neulich schrieb einer: «Die Realität ist, dass ich Geld ver- liere für teure, instabile Konfi- gurationen, nur um durch die Ritzen ihres digitalen Käfigs zu schlüpfen. Jeden Tag ver- sagt die Verbindung; jeden Tag muss ich einen neuen Weg finden, über ihre Mauer zu klettern, nur um in Kontakt mit der Aussenwelt zu treten. Dann kommt die vertraute Lüge: `Kein Iraner im Land unterstützt das.` Wenn das die Wahrheit ist, warum dann die Blackouts? Wenn wir so gehorsam sind, warum hat das Regime dann solche Angst vor einer freien Verbindung? Ihr behauptet, die Diaspora sei diejenige, die einen Kampf for- dert, während die Leute drin- nen nur Frieden wollen? Na schön. Sagt den Besatzern, sie sollen das Netzwerk öffnen. Löst die Fesseln des Internets für die Millionen von uns, die noch drinnen sind, und lasst uns unsere eigene Stimme sein. Öffnet die Tore und schaut, was passiert. Ihr werdet vom Gebrüll taub.» – Die Frustrati- on mit dem Regime ist hoch. Die Frustration mit westlichen Kommentatoren, die der Pro- paganda des Regimes auf- sitzen oder die Situation in Iran nicht einschätzen kön- nen und sich in idealistischen Hoffnungen nach Frieden ergehen, wächst mit jedem Tag. In der letzten Ausgabe der «Gipfel-Zeitung» warn- ten wir vor der Hinrichtung von 8 Frauen, die im Januar an Protesten teilgenommen hatten. Wenige Tage danach berichtete der US-Präsident, dass das Regime ihm zuge- sagt hatte, sie zu verschonen. Doch die Tötungsmaschine läuft weiter. Vor wenigen Tagen wurden Erfan Kiani, einige Wochen davor Meh- di Ghassemi, Said Davoudi und der noch minderjährige Saleh Mohammadi gehängt. Der Pauschalvorwurf, ‚Krieg gegen Gott zu füh- ren‘ (Moharebeh), unter Fol- ter erzwungene Geständnisse und unfaire Prozesse sind dabei wiederkehrende Mus- ter. Unzählige andere sind ebenso von Hinrichtungen bedroht. Sogar Minderjäh- rige, die an Protesten teilge- nommen hatten, scheinen von Hinrichtung bedroht. Yalda Zamani ist eine in Deutsch- land lebende Dirigentin mit Wurzeln im Iran. Sie sagt über die Menschen in Iran, die Anfang Januar auf den Strassen Teherans und ande- ren Orten gegen das Regi- me protestiert haben: «Ich habe mich immer für mutig gehalten; aber als ich meine Landsleute auf der Strasse sah, neigte ich das Haupt vor ihrem Mut. Sie setzten alles aufs Spiel, um dieselbe Frei- heit zu erlangen, die ich hier geniesse, um meine Träume zu verwirklichen.» Seit 33 Jahren Ihre Gipfel Zytig